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18.5.2012 : 14:06 : +0200

Das Wappen der Gemeinde Gleichamberg

Beschreibung:
„In Rot über einem goldenen Dreiberg, der seinerseits mit einem roten Dreiberg belegt ist, eine geöffnete silberne Schere, darüber eine liegende goldene Vogelkopffibel.“

Begründung:
Die beiden unterschiedlich großen Dreiberge ( Gold und Rot) im Schildfuß stehen für den Großen und den Kleinen Gleichberg, die beide im Gemeindegebiet liegen und die Landschaft prägen. In der Zeit der Karolinger wurden sie „Bernberg“ bzw. „Steinberg“ genannt. Die Steinsburg, wie der Kleine Gleichberg genannt wird, gilt als das Paradebeispiel für eine Höhensiedlung, einem keltischen Oppidum (früher Stadtanlage) und ist heute das größte Bodendenkmal in Thüringen.

Die geöffnete Schere verweist auf die Familie von Milz bzw. auf ihre nahen Verwandten, die Herren von Scherenberg, die von 1466-1495 mit Rudolf II. auch einen für Gleichamberg zuständigen Fürstbischof stellten. Diese Adelsfamilien bildeten im späten Mittelalter die dominierende Grundherrschaft der Orte um Gleichamberg.

Die Vogelkopffibel war in ähnlicher Form auch bei den Langobarden im Gebrauch. So wie im Wappen dargestellt, wurde sie mehrfach auf dem Kleinen Gleichberg gefunden.

Die Farben rot-gold beziehen sich auf das Scherenberg-Wappen (rote Schere in Gold) und verbinden indirekt die Fibel mit den Gleichbergen. Von ihnen ist auch die gelb-rote Gemeindefahne abgeleitet. Das Silber-Rot der Schere drückt die frühere Zugehörigkeit der thüringischen Gemeinde zum Hochstift Würzburg aus.